Kiwis vermehren
Das Selberziehen neuer Pflanzen ist eine praktische und kostengünstige Möglichkeit, Ihren Garten zu erweitern. Die Kiwipflanze, auch Actinidia Deliciosa genannt, eignet sich hervorragend für diesen Prozess. Egal, ob Sie bereits verschiedene Obstpflanzen im Garten haben oder gerade erst mit der Gestaltung Ihres Außenbereichs beginnen, es ist gut zu wissen, dass Sie diese kräftige Kletterpflanze relativ einfach vermehren können. Durch das Stecklingsverfahren einer Kiwipflanze erhalten Sie neue Pflanzen, die genau die gleichen Eigenschaften wie die Mutterpflanze haben. In diesem Blog erklären wir Schritt für Schritt, wie Sie diese beliebten Gartenpflanzen erfolgreich vermehren und anbauen können.
Kann man eine Kiwipflanze stekken?
Ja, das geht auf jeden Fall! Die Kiwipflanze lässt sich relativ einfach durch Stecklinge vermehren. Im Gegensatz zur Aussaat einer Kiwi (bei der es Jahre dauert, bis man weiß, ob man eine männliche oder weibliche Pflanze hat und ob die Früchte lecker sind), behält ein Steckling alle Eigenschaften der Mutterpflanze.
Es gibt zwei beliebte Methoden:
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Sommerstecklinge (halbverholzte Stecklinge): Diese werden im Sommer von jungen Trieben genommen, die an der Basis bereits etwas hart (holzig) werden.
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Winterstecklinge (holzige Stecklinge): Diese werden in der Ruhezeit von vollständig ausgehärteten Ästen genommen.

Wann Kiwipflanzen stekken?
Der Zeitpunkt ist entscheidend für die Erfolgsquote Ihrer Stecklinge:
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Sommerstecklinge: Die beste Periode ist Juni bis August. Die Pflanze befindet sich dann im vollen Wachstum, und die Zellen teilen sich schnell, was das Wurzelwachstum fördert.
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Winterstecklinge: Dies geschieht in den Wintermonaten (November bis Januar), wenn die Pflanze in Ruhe ist. Dies fällt oft mit dem jährlichen Winterschnitt zusammen.
Wie man Kiwipflanzen stekkt?
Das erfolgreiche Stecken der Actinidia Deliciosa erfordert eine sorgfältige Vorgehensweise. Befolgen Sie diesen Schritt-für-Schritt-Plan für Sommerstecklinge, da diese Methode meist die schnellsten Ergebnisse liefert:
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Wählen Sie den richtigen Zweig: Suchen Sie einen gesunden, jungen Seitentrieb des aktuellen Jahres, der etwa die Dicke eines Bleistifts hat.
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Schneiden: Schneiden Sie ein Stück von etwa 10 bis 15 Zentimetern Länge ab. Achten Sie darauf, dass der untere Teil direkt unter einem Auge (Knoten) abgeschnitten wird.
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Blätter entfernen: Entfernen Sie die unteren Blätter, sodass nur noch zwei oder drei Blätter am oberen Ende verbleiben. Große Blätter können bei Bedarf halbiert werden, um die Verdunstung zu begrenzen.
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Stecklingspulver: Tauchen Sie das untere Ende des Stecklings in Stecklingspulver. Dies fördert die Wurzelbildung und schützt vor Pilzen.
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Einpflanzen: Stecken Sie die Stecklinge in einen Topf mit einer Mischung aus Anzucht- und Stecklingserde und etwas Sand zur Drainage.
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Luftfeuchtigkeit: Decken Sie den Topf mit einer durchsichtigen Plastiktüte ab oder stellen Sie ihn in ein Minigewächshaus. Die Stecklinge benötigen eine hohe Luftfeuchtigkeit, um nicht auszutrocknen.

Kiwi-Stecklinge in Wasser
Kann man eine Kiwi einfach in ein Glas Wasser stellen? Die Antwort ist ja, aber es ist anspruchsvoller als das Stecken in Erde.
Wenn Sie sich für das Stecken in Wasser entscheiden, verwenden Sie weiche Sommerstecklinge. Wechseln Sie das Wasser alle paar Tage, um Fäulnis zu vermeiden. Sobald ein kräftiges Wurzelwerk von einigen Zentimetern sichtbar ist, müssen Sie den Steckling sehr vorsichtig in luftige Anzuchterde umtopfen. Achtung: „Wasserwurzeln“ sind empfindlich und müssen sich an den Übergang zur Erde gewöhnen.
Kiwipflanzen-Stecklinge pflegen
Sobald Ihre Stecklinge in der Erde sind, beginnt das Warten. Eine gute Nachsorge ist entscheidend für einen starken Start:
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Wärme und Licht: Stellen Sie die Stecklinge an einen hellen Ort, vermeiden Sie jedoch direkte Sonneneinstrahlung (dies verbrennt die jungen Blätter). Eine konstante Temperatur von etwa 20°C ist ideal.
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Feuchtigkeitsbalance: Die Erde sollte leicht feucht bleiben, aber keinesfalls durchnässt sein. Zu viel Wasser führt zu Wurzelfäule.
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Abhärten: Nach einigen Wochen bis Monaten werden die ersten neuen Triebe erscheinen. Das bedeutet, dass sich Wurzeln gebildet haben! Entfernen Sie die Plastiktüte immer öfter, um die Pflänzchen an die trockenere Außenluft zu gewöhnen.
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Umtopfen: Sobald die Wurzeln unten aus dem Topf wachsen, ist es Zeit, Ihre neue Obstpflanze in einen größeren Topf mit nährstoffreicher Blumenerde umzuziehen.
Lesen Sie mehr in unserem ausführlichen Blogbeitrag zur Pflege Ihrer Kiwipflanze: Kiwipflanzenpflege!
Mit etwas Geduld und dem richtigen Timing verwandeln Sie einen einzelnen Zweig in eine kräftige neue Kletterpflanze. Das Stecken der Kiwipflanze ist nicht nur eine nachhaltige Methode, Ihren Garten zu bereichern, sondern bereitet auch große Freude, wenn die ersten neuen Blätter erscheinen. Sorgen Sie für eine gute Basis mit der richtigen Erde und ausreichend Feuchtigkeit, und ehe Sie sich versehen, haben Sie eine zusätzliche Ernte eigener Kiwis in Aussicht.

