
Kiwis vermehren
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Das eigene Heranziehen neuer Pflanzen ist eine praktische und kostengünstige Möglichkeit, Ihren Garten zu erweitern. Die Kiwi-Pflanze, auch Actinidia Deliciosa genannt, eignet sich hervorragend für diesen Prozess. Egal, ob Sie bereits verschiedene Obstpflanzen im Garten haben oder gerade erst mit der Gestaltung Ihres Außenbereichs beginnen, es ist gut zu wissen, dass Sie diese kräftige Kletterpflanze relativ einfach vermehren können. Durch das Stecklingsverfahren einer Kiwi-Pflanze erhalten Sie neue Pflanzen, die exakt die gleichen Eigenschaften wie die Mutterpflanze aufweisen. In diesem Blog erklären wir Schritt für Schritt, wie Sie diese beliebten Gartenpflanzen erfolgreich vermehren und wachsen lassen können.
Ja, das geht definitiv! Die Kiwi-Pflanze lässt sich relativ einfach durch Stecklinge vermehren. Im Gegensatz zur Aussaat einer Kiwi (bei der es Jahre dauert, bis man weiß, ob man eine männliche oder weibliche Pflanze hat und ob die Früchte schmecken), behält ein Steckling alle Eigenschaften der Mutterpflanze.
Es gibt zwei beliebte Methoden:
Sommerstecklinge (halbverholzte Stecklinge): Diese werden im Sommer von jungen Trieben genommen, die an der Basis bereits etwas hart (holzig) werden.
Winterstecklinge (holzige Stecklinge): Diese werden in der Ruhephase von vollständig ausgereiften Ästen genommen.
Der Zeitpunkt ist entscheidend für die Erfolgsquote Ihrer Stecklinge:
Sommerstecklinge: Die beste Zeit ist von Juni bis August. Die Pflanze befindet sich dann in vollem Wachstum, und die Zellen teilen sich schnell, was das Wurzelwachstum fördert.
Winterstecklinge: Dies geschieht in den Wintermonaten (November bis Januar), wenn die Pflanze in Ruhe ist. Dies fällt oft mit dem jährlichen Winterschnitt zusammen.
Das erfolgreiche Vermehren der Actinidia Deliciosa erfordert eine sorgfältige Vorgehensweise. Befolgen Sie diese Schritt-für-Schritt-Anleitung für Sommerstecklinge, da diese Methode normalerweise die schnellsten Ergebnisse liefert:
Wählen Sie den richtigen Zweig: Suchen Sie einen gesunden, jungen Seitentrieb dieses Jahres, der etwa die Dicke eines Bleistifts hat.
Schneiden: Schneiden Sie ein etwa 10 bis 15 Zentimeter langes Stück ab. Achten Sie darauf, dass der untere Teil direkt unter einem Auge (Knoten) abgeschnitten wird.
Blätter entfernen: Entfernen Sie die unteren Blätter, sodass oben nur noch zwei oder drei Blätter übrig bleiben. Große Blätter können Sie eventuell halbieren, um die Verdunstung zu begrenzen.
Stecklingspulver: Tauchen Sie das untere Ende des Stecklings in Stecklingspulver. Dies fördert die Wurzelbildung und schützt vor Pilzen.
Topfen: Stecken Sie die Stecklinge in einen Topf mit einer Mischung aus Anzucht- und Stecklingserde und etwas Sand für die Drainage.
Luftfeuchtigkeit: Decken Sie den Topf mit einem durchsichtigen Plastikbeutel ab oder stellen Sie ihn in ein Minigewächshaus. Die Stecklinge benötigen eine hohe Luftfeuchtigkeit, um nicht auszutrocknen.

Kann man eine Kiwi auch einfach in ein Glas Wasser stellen? Die Antwort ist ja, aber es ist anspruchsvoller als das Steckling-Ziehen in Erde.
Wenn Sie sich für Stecklinge in Wasser entscheiden, verwenden Sie weiche Sommerstecklinge. Wechseln Sie das Wasser alle paar Tage, um Fäulnis zu vermeiden. Sobald ein festes Wurzelwerk von einigen Zentimetern sichtbar ist, müssen Sie den Steckling sehr vorsichtig in luftige Stecklingserde umtopfen. Achtung: „Wasserwurzeln“ sind empfindlich und müssen sich an den Übergang zur Erde gewöhnen.
Sobald Ihre Stecklinge in der Erde sind, beginnt das Warten. Eine gute Nachsorge ist entscheidend für einen starken Start:
Wärme und Licht: Stellen Sie die Stecklinge an einen hellen Ort, vermeiden Sie jedoch direkte Sonneneinstrahlung (diese verbrennt die jungen Blätter). Eine konstante Temperatur von etwa 20°C ist ideal.
Feuchtigkeitsbalance: Die Erde sollte leicht feucht bleiben, aber auf keinen Fall durchnässt sein. Zu viel Wasser führt zu Wurzelfäule.
Abhärten: Nach einigen Wochen bis Monaten werden die ersten neuen Triebe erscheinen. Das bedeutet, dass sich Wurzeln gebildet haben! Nehmen Sie den Plastikbeutel immer häufiger ab, damit sich die Pflänzchen an die trockenere Außenluft gewöhnen.
Umtopfen: Sobald die Wurzeln unten aus dem Topf wachsen, ist es Zeit, Ihre neue Obstpflanze in einen größeren Topf mit nährstoffreicher Blumenerde umzuziehen.
Lesen Sie mehr in unserem ausführlichen Blog über die Pflege Ihrer Kiwi-Pflanze: Kiwi-Pflanzenpflege!

Mit etwas Geduld und dem richtigen Timing verwandeln Sie einen einzelnen Zweig in eine kräftige neue Kletterpflanze. Das Stecken der Kiwi-Pflanze ist nicht nur eine nachhaltige Art, Ihren Garten zu bereichern, sondern auch sehr befriedigend, wenn die ersten neuen Blätter erscheinen. Sorgen Sie für eine gute Grundlage mit der richtigen Erde und ausreichend Feuchtigkeit, und ehe Sie sich versehen, haben Sie eine zusätzliche Ernte eigener Kiwis in Aussicht.