Kiwis pflege
Die Kiwipflanze, auch bekannt als Actinidia Deliciosa 'Jenny', ist eine der besten Optionen für alle, die selbst Obst im eigenen Garten anbauen möchten. Diese selbstbestäubende Gartenpflanze ist ein kräftiger Kletterer, der nicht nur für eine wunderschöne grüne Wand sorgt, sondern auch zu den produktivsten Obstpflanzen gehört. Wenn Sie diese Pflanze richtig pflegen, können Sie nach einigen Jahren eine reiche Ernte genießen. Die Kiwipflanze hat ein exotisches Aussehen und liefert gesundes, frisches Obst aus eigenem Anbau. In diesem Blog erfahren Sie mehr über die Pflege Ihrer Kiwipflanze.
Kiwipflanze Gießen
Eine ausgewachsene Kiwipflanze hat eine enorme Blattoberfläche und verdunstet daher erstaunlich viel Feuchtigkeit, besonders an warmen Sommertagen. Um das Wachstum der Früchte nicht zu stagnieren und die Pflanze vital zu halten, ist ein durchdachtes Wassermanagement für die Kiwipflanze unerlässlich. Da die Wurzeln relativ nah an der Oberfläche liegen, trocknet die Pflanze schneller aus, als man es aufgrund ihres robusten Aussehens erwarten würde.
Wie gieße ich meine Kiwipflanze?
Es ist wichtig, ein Gleichgewicht zwischen feuchtem Boden und einer gesunden Wurzelumgebung zu finden. Die folgenden Punkte sind dabei wegweisend für Ihre tägliche Pflege:
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Sommerliche Spitzenwerte: Bei anhaltender Hitze die Kiwipflanze täglich gießen. Tun Sie dies am besten früh morgens, damit die Pflanze mit einem vollen 'Wassertank' in die heißesten Stunden des Tages geht.
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Junge Pflanzen: Junge Kiwipflanzen benötigen in den ersten beiden Jahren besondere Aufmerksamkeit. Ihr Wurzelsystem ist noch nicht tief genug, um selbstständig Grundwasser aufzunehmen.
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Feuchtigkeitsmangel erkennen: Welke oder braun werdende Blätter der Kiwipflanze sind oft das erste Anzeichen akuter Austrocknung. Greifen Sie sofort ein, aber vermeiden Sie, die Pflanze danach zu 'ertränken'.
Wurzelprobleme bei der Kiwipflanze vermeiden
Obwohl die Kiwipflanze viel Wasser benötigt, hasst sie Staunässe an den Wurzeln. Wenn der Boden gesättigt ist und kein Sauerstoff mehr an die Wurzeln gelangen kann (Wasserstoff), tritt schnell Wurzelfäule auf. Sorgen Sie daher immer für einen gut durchlässigen Boden. Bei schwerem Boden ist es ratsam, die Struktur mit Sand oder Kompost zu verbessern.

Kiwipflanze Standort
Der ideale Standort für eine Kiwipflanze ist warm, sehr sonnig und windgeschützt. Da es sich um eine kräftige Kletterpflanze handelt, benötigt sie eine stabile Konstruktion, an der sie wachsen kann. Beachten Sie bei der Standortwahl die folgenden Punkte:
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Sonnenstunden: Wählen Sie einen Standort in voller Sonne; je mehr Sonne, desto süßer werden die Kiwis.
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Schutz: Eine Südwand oder ein Zaun schützt die jungen Triebe im Frühjahr vor spätem Nachtfrost.
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Platz: Geben Sie der Pflanze ausreichend Platz zum Ausbreiten; eine Breite von 3 bis 5 Metern ist nicht ungewöhnlich.
Kiwipflanze im Topf
Es ist durchaus möglich, eine Kiwipflanze in einem Topf auf einer Terrasse oder einem Balkon zu halten, vorausgesetzt, Sie wählen einen sehr geräumigen Behälter. Achten Sie beim Halten im Topf auf folgende Dinge:
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Inhalt: Verwenden Sie einen Topf mit mindestens 40 bis 50 Litern für ausreichend Wurzelraum.
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Drainage: Sorgen Sie für Löcher im Boden und eine Schicht Hydrogranulat, um Wurzelfäule zu vermeiden.
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Düngung: Eine Pflanze im Topf erschöpft sich schneller; düngen Sie daher häufiger mit flüssigem Pflanzendünger.
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Frostschutz: Wickeln Sie den Topf im Winter mit Luftpolsterfolie ein, da die Wurzeln in einem Behälter anfälliger für Frost sind.
Kiwipflanze Umsetzen
Das Umsetzen einer etablierten Kiwipflanze ist aufgrund des umfangreichen und fleischigen Wurzelsystems eine riskante Aufgabe. Sollten Sie die Pflanze dennoch umpflanzen müssen, befolgen Sie diese Schritte, um die besten Erfolgschancen zu erzielen:
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Zeitpunkt: Versetzen Sie die Pflanze ausschließlich in der Ruhephase (November bis März).
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Vorbereitung: Schneiden Sie die Pflanze kräftig zurück, bevor Sie mit dem Graben beginnen.
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Wurzelballen: Graben Sie einen möglichst großen Wurzelballen aus, um die empfindlichen Haarwurzeln so weit wie möglich intakt zu lassen.
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Nachsorge: Geben Sie nach dem Umpflanzen sofort reichlich Wasser und achten Sie im ersten Jahr besonders auf die Feuchtigkeit.
Kiwipflanze Blütezeit
Die Blütezeit der Kiwi fällt meist in den späten Frühling, um Mai und Juni. Dann erscheinen wunderschöne cremeweiße bis zartgelbe Blüten, die einen subtilen, süßen Duft verbreiten. Wichtiges zur Blüte:
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Bestäubung: Die 'Jenny' ist selbstbestäubend, was bedeutet, dass eine Pflanze für Früchte ausreicht.
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Insekten: Bienen und Hummeln sind für eine gute Befruchtung unerlässlich; sorgen Sie also für einen naturnahen Garten.
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Fruchtansatz: Nach der Blüte fallen die Blütenblätter ab und Sie sehen kleine grüne Kugeln erscheinen, die zu Kiwis heranwachsen.\

Kiwi Samen pflanzen
Für den geduldigen Gärtner ist es ein lustiges Experiment, selbst Kiwisamen aus einer reifen Frucht zu pflanzen. Beachten Sie dabei den folgenden Prozess:
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Reinigen: Entfernen Sie die schwarzen Samen aus der Frucht und waschen Sie das Fruchtfleisch gründlich ab, um Schimmel zu vermeiden.
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Keimen: Legen Sie die Samen auf feuchtes Küchenpapier oder in eine Schale mit Anzuchterde an einem warmen Ort (ca. 20°C).
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Pikieren: Sobald die Sämlinge zwei echte Blätter haben, können Sie sie vorsichtig in größere Töpfe umtopfen.
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Geduld: Bedenken Sie, dass es 7 bis 10 Jahre dauern kann, bis eine selbst gezogene Pflanze zum ersten Mal Früchte trägt.

Kiwipflanze Giftig
Obwohl die Kiwipflanze grundsätzlich für Menschen unbedenklich ist, ist besondere Vorsicht geboten, wenn Sie Haustiere haben, die gerne an Grünzeug knabbern. Für Hunde sind die Blätter und Stängel der Kiwipflanze nicht direkt toxisch, aber eine große Aufnahme der Blätter kann aufgrund der zähen Struktur zu unangenehmen Magenbeschwerden oder Erbrechen führen. Bei Katzen beobachten wir oft ein besonderes Phänomen: Sie können auf den Geruch beschädigter Kiwipflanzenwurzeln oder frisch geschnittener Zweige wie auf Katzenminze reagieren, wodurch sie "wild" werden und die Pflanze unbeabsichtigt beschädigen können. Was die Früchte betrifft, so sind die reifen Kiwis selbst für den Verzehr durch Tiere unbedenklich, aber die charakteristische behaarte Schale kann sowohl bei Hunden als auch bei Katzen Reizungen der Schleimhäute im Maul oder Rachen hervorrufen. Halten Sie Ihre Vierbeiner daher beim Beschneiden lieber auf sichere Distanz und räumen Sie heruntergefallene Früchte rechtzeitig weg.

Kiwipflanze Schneiden
Das Schneiden ist bei einer Kiwipflanze unbedingt notwendig, um das Wachstum einzudämmen und die Energie auf die Früchte zu lenken. Tun Sie dies zweimal im Jahr: einen Winterschnitt für die Form und einen Sommerschnitt für das Fruchtwachstum. Möchten Sie Schritt für Schritt wissen, wie Sie dies tun, ohne die Pflanze zu beschädigen? Dann lesen Sie unseren ausführlichen Blog: Kiwipflanze schneiden.

Kiwipflanze Vermehren
Stecklinge sind der beste Weg, um eine identische Kopie Ihrer Lieblingspflanze zu erstellen. Die erfolgreichste Methode ist die Entnahme von Sommerstecklingen:
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Periode: Nehmen Sie Stecklinge im Juli oder August von jungen, halbverholzten Trieben.
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Länge: Schneiden Sie ein Stück von etwa 15 cm direkt unter einem Blattknoten ab.
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Blatt: Entfernen Sie die unteren Blätter und halbieren Sie die verbleibenden oberen Blätter, um die Verdunstung zu reduzieren.
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Wurzeln: Verwenden Sie Bewurzelungspulver und setzen Sie den Steckling in eine Mischung aus Sand und Blumenerde unter eine Plastikhaube.
Lesen Sie mehr über das Vermehren einer Kiwipflanze in unserem ausführlichen Blog: Kiwipflanze vermehren.
Kiwipflanze Düngen
Eine Kiwipflanze ist ein hungriger Wucherer und benötigt während der Saison zusätzliche Nährstoffe. Ein guter Düngeplan sieht wie folgt aus:
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Frühling (März): Verwenden Sie eine organische Basisdüngung oder getrocknete Kuhmistpellets, um das Wachstum anzukurbeln.
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Sommer (Juni): Geben Sie zusätzlichen kaliumreichen Dünger; dies fördert die Entwicklung und den Geschmack der Früchte.
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Dosierung: Streuen Sie den Dünger um den Fuß der Pflanze, halten Sie aber Abstand vom Stamm, um Verbrennungen zu vermeiden.

Kiwipflanze Schnecken
Besonders junge Kiwipflanzen sind eine Delikatesse für Schnecken, was zu einer erheblichen Wachstumsverzögerung führen kann. Sie können die folgenden Maßnahmen ergreifen:
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Barrieren: Streuen Sie Kaffeesatz, Eierschalen oder legen Sie Kupferband aus, um Schnecken fernzuhalten.
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Fangen: Kontrollieren Sie die Pflanze abends mit einer Taschenlampe und entfernen Sie vorhandene Schnecken manuell.
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Natürliche Feinde: Sorgen Sie für ein Igelhaus oder Vogelhäuschen im Garten; sie lieben eine Schneckenmahlzeit.
Lesen Sie mehr in unserem ausführlichen Blog über Schneckenbekämpfung für die besten Tipps und Lösungen.
Kiwipflanze Krankheiten
Die Kiwipflanze ist im Allgemeinen robust, kann aber unter weniger idealen Bedingungen anfällig sein. Achten Sie auf folgende Anzeichen:
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Mehltau: Ein weißer Belag auf den Blättern bei warmem und feuchtem Wetter; sorgen Sie durch Schnittmaßnahmen für eine bessere Luftzirkulation.
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Wurzelfäule: Braune, welkende Blätter, während der Boden nass ist; dies deutet auf eine schlechte Drainage hin.
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Blattfleckenkrankheit: Bakterielle Infektionen erkennen Sie an eckigen braunen Flecken; entfernen Sie befallene Blätter sofort und desinfizieren Sie Ihr Werkzeug.
Indem Sie die Kiwipflanze jährlich gut schneiden und ausreichend mit Wasser und Nährstoffen versorgen, genießen Sie jeden Sommer eine wunderschöne, grüne Oase. Eine Kiwipflanze erfordert etwas Aufmerksamkeit, aber die Belohnung in Form von köstlichem frischem Obst ist wirklich unübertroffen.


