Kiwiplant Verzorging

Kiwis pflege

, 8 min Lesezeit

Die Kiwi-Pflanze, auch Actinidia Deliciosa 'Jenny' genannt, ist eine der besten Wahlen für alle, die selbst Obst im eigenen Garten anbauen möchten. Diese selbstbestäubende Gartenpflanze ist eine kräftige Kletterpflanze, die nicht nur eine wunderschöne grüne Wand bildet, sondern auch zu den produktivsten Obstpflanzen gehört. Wenn Sie diese Pflanze richtig pflegen, können Sie nach einigen Jahren eine reiche Ernte genießen. Die Kiwi-Pflanze hat ein exotisches Aussehen und liefert gesundes, frisches Obst aus eigenem Anbau. In diesem Blog erfahren Sie mehr über die Pflege Ihrer Kiwi-Pflanze.

Kiwi-Pflanze gießen

Eine ausgewachsene Kiwi-Pflanze hat eine enorme Blattoberfläche und verdunstet daher erstaunlich viel Feuchtigkeit, besonders an warmen Sommertagen. Um das Wachstum der Früchte nicht zu stagnieren und die Pflanze vital zu halten, ist ein durchdachter Wasserhaushalt für die Kiwi-Pflanze unerlässlich. Da die Wurzeln relativ dicht an der Oberfläche liegen, trocknet die Pflanze schneller aus, als man es aufgrund ihres robusten Aussehens erwarten würde.

Wie gieße ich meine Kiwi-Pflanze?

Es ist wichtig, ein Gleichgewicht zwischen feuchtem Boden und einer gesunden Wurzelumgebung zu finden. Die folgenden Punkte sind dabei leitend für Ihre tägliche Pflege:

  • Sommerliche Spitzen: Bei anhaltender Wärme die Kiwi-Pflanze täglich gießen. Tun Sie dies vorzugsweise früh am Morgen, damit die Pflanze mit einem vollen "Wassertank" in die heißesten Stunden des Tages geht.

  • Junge Pflanzen: Junge Kiwi-Pflanzen benötigen in den ersten zwei Jahren besondere Aufmerksamkeit. Ihr Wurzelsystem ist noch nicht tief genug, um selbstständig Grundwasser aufzunehmen.

  • Feuchtigkeitsmangel erkennen: Welke oder braun werdende Blätter der Kiwi-Pflanze sind oft das erste Anzeichen für akute Austrocknung. Greifen Sie sofort ein, aber vermeiden Sie, die Pflanze danach zu "ertränken".

Wurzelprobleme bei der Kiwi-Pflanze vermeiden

Obwohl die Kiwi-Pflanze ein großer Trinker ist, mag sie stehendes Wasser an den Wurzeln überhaupt nicht. Wenn der Boden gesättigt ist und kein Sauerstoff mehr an die Wurzeln gelangt (Wasserstoff), tritt schnell Wurzelfäule auf. Sorgen Sie daher immer für einen gut durchlässigen Boden. Bei schwerem Boden ist es ratsam, die Struktur mit Sand oder Kompost zu verbessern.

Standort der Kiwi-Pflanze

Der ideale Standort für eine Kiwi-Pflanze ist warm, sehr sonnig und windgeschützt. Da es sich um eine kräftige Kletterpflanze handelt, benötigt die Pflanze eine stabile Konstruktion, an der sie wachsen kann. Berücksichtigen Sie bei der Standortwahl folgende Punkte:

  • Sonnenstunden: Wählen Sie einen vollsonnigen Standort; je mehr Sonne, desto süßer werden die Kiwis.

  • Schutz: Eine Südwand oder ein Zaun schützt die jungen Triebe vor spätem Nachtfrost im Frühjahr.

  • Platz: Geben Sie der Pflanze ausreichend Platz zum Ausbreiten; eine Breite von 3 bis 5 Metern ist nicht ungewöhnlich.

Kiwi-Pflanze im Topf

Es ist durchaus möglich, eine Kiwi-Pflanze in einem Topf auf einer Terrasse oder einem Balkon zu halten, vorausgesetzt, Sie wählen einen sehr großen Behälter. Achten Sie bei der Topfkultur auf folgende Punkte:

  • Inhalt: Verwenden Sie einen Topf mit mindestens 40 bis 50 Litern für ausreichend Wurzelraum.

  • Drainage: Sorgen Sie für Löcher im Boden und eine Schicht Hydrokörner, um Wurzelfäule zu vermeiden.

  • Düngung: Eine Pflanze im Topf erschöpft sich schneller; düngen Sie daher häufiger mit flüssigem Pflanzendünger.

  • Frostschutz: Wickeln Sie den Topf im Winter mit Luftpolsterfolie ein, da die Wurzeln in einem Behälter empfindlicher auf Frost reagieren.

Kiwi-Pflanze umsetzen

Das Umsetzen einer etablierten Kiwi-Pflanze ist aufgrund des ausgedehnten und fleischigen Wurzelsystems eine riskante Aufgabe. Sollten Sie die Pflanze dennoch umsetzen müssen, befolgen Sie diese Schritte für die besten Erfolgschancen:

  • Zeitpunkt: Versetzen Sie die Pflanze ausschließlich in der Ruheperiode (November bis März).

  • Vorbereitung: Schneiden Sie die Pflanze stark zurück, bevor Sie mit dem Graben beginnen.

  • Wurzelballen: Graben Sie einen möglichst großen Wurzelballen aus, um die empfindlichen Haarwurzeln so weit wie möglich intakt zu lassen.

  • Nachsorge: Geben Sie nach dem Umpflanzen sofort reichlich Wasser und achten Sie im ersten Jahr besonders auf die Feuchtigkeit.

Blütezeit der Kiwi-Pflanze

Die Blütezeit der Kiwi fällt meist in den späten Frühling, etwa Mai und Juni. Dann erscheinen wunderschöne cremeweiße bis zartgelbe Blüten, die einen subtilen, süßen Duft verströmen. Wichtiges zur Blüte:

  • Bestäubung: Die 'Jenny' ist selbstbestäubend, was bedeutet, dass eine Pflanze für Früchte ausreicht.

  • Insekten: Bienen und Hummeln sind essenziell für eine gute Befruchtung; sorgen Sie also für einen naturfreundlichen Garten.

  • Fruchtansatz: Nach der Blüte fallen die Blütenblätter ab und es erscheinen kleine grüne Kügelchen, die zu Kiwis heranwachsen.\

Kiwi-Samen pflanzen

Für den geduldigen Gärtner ist es ein schönes Experiment, selbst Kiwi-Samen aus einer reifen Frucht zu pflanzen. Berücksichtigen Sie dabei den folgenden Prozess:

  • Reinigen: Nehmen Sie die schwarzen Samen aus der Frucht und waschen Sie das Fruchtfleisch gründlich ab, um Schimmelbildung zu vermeiden.

  • Keimen: Legen Sie die Samen auf feuchtes Küchenpapier oder in eine Schale mit Anzuchterde an einem warmen Ort (ca. 20°C).

  • Pikieren: Sobald die Sämlinge zwei echte Blätter haben, können Sie sie vorsichtig in größere Töpfe umtopfen.

  • Geduld: Bedenken Sie, dass es 7 bis 10 Jahre dauern kann, bis eine selbst gezogene Pflanze zum ersten Mal Früchte trägt.

Kiwi-Pflanze giftig

Obwohl die Kiwi-Pflanze grundsätzlich sicher für Menschen ist, ist besondere Vorsicht geboten, wenn Sie Haustiere haben, die gerne an Grünzeug knabbern. Für Hunde sind die Blätter und Stängel der Kiwi-Pflanze nicht direkt toxisch, aber eine große Aufnahme der Blätter kann aufgrund der zähen Struktur zu unangenehmen Magenbeschwerden oder Erbrechen führen. Bei Katzen beobachten wir oft ein besonderes Phänomen: Sie können auf den Geruch von beschädigten Kiwi-Wurzeln oder frisch geschnittenen Ästen ähnlich wie auf Katzenminze reagieren, wodurch sie "wild" werden und die Pflanze unbeabsichtigt beschädigen können. Was die Früchte betrifft, so sind die reifen Kiwis selbst für den Verzehr durch Tiere sicher, aber die charakteristische haarige Schale kann bei Hunden und Katzen eine Reizung der Schleimhäute im Maul oder Rachen hervorrufen. Halten Sie Ihre Vierbeiner daher beim Beschneiden lieber in sicherer Entfernung und räumen Sie herabgefallene Früchte rechtzeitig auf.

Kiwi-Pflanze schneiden

Das Beschneiden einer Kiwi-Pflanze ist absolut notwendig, um das Wachstum in Schach zu halten und die Energie in die Früchte zu leiten. Tun Sie dies zweimal im Jahr: einen Winterschnitt für die Form und einen Sommerschnitt für das Fruchtwachstum. Möchten Sie Schritt für Schritt wissen, wie Sie dies tun, ohne die Pflanze zu beschädigen? Dann lesen Sie unseren ausführlichen Blog: Kiwi-Pflanze schneiden.

Kiwi-Pflanze vermehren

Stecklinge sind die beste Methode, um eine identische Kopie Ihrer Lieblingspflanze zu erhalten. Die erfolgreichste Methode ist die Entnahme von Sommerstecklingen:

  • Periode: Nehmen Sie Stecklinge im Juli oder August von jungen, halbverholzten Trieben.

  • Länge: Schneiden Sie ein Stück von etwa 15 cm direkt unter einem Blattknoten ab.

  • Blätter: Entfernen Sie die unteren Blätter und halbieren Sie die verbleibenden oberen Blätter, um die Verdunstung zu reduzieren.

  • Wurzeln: Verwenden Sie Bewurzelungspulver und setzen Sie den Steckling in eine Mischung aus Sand und Blumenerde unter eine Plastikhaube.

Lesen Sie mehr über das Vermehren einer Kiwi-Pflanze in unserem ausführlichen Blog: Kiwi-Pflanze vermehren.

Kiwi-Pflanze düngen

Eine Kiwi-Pflanze ist ein hungriger Wucherer und benötigt während der Saison zusätzliche Nährstoffe. Ein guter Düngeplan sieht wie folgt aus:

  • Frühjahr (März): Verwenden Sie eine organische Grunddüngung oder getrocknete Kuhmistpellets, um das Wachstum anzukurbeln.

  • Sommer (Juni): Geben Sie zusätzlichen kaliumreichen Dünger; dies fördert die Entwicklung und den Geschmack der Früchte.

  • Dosierung: Streuen Sie den Dünger um den Fuß der Pflanze, halten Sie aber Abstand vom Stamm, um Verbrennungen zu vermeiden.

Kiwi-Pflanze Schnecken

Besonders junge Kiwi-Pflanzen sind eine Delikatesse für Schnecken, was zu erheblichen Wachstumsverzögerungen führen kann. Sie können folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Barrieren: Streuen Sie Kaffeesatz, Eierschalen oder legen Sie Kupferband aus, um Schnecken fernzuhalten.

  • Fangen: Kontrollieren Sie die Pflanze abends mit einer Taschenlampe und entfernen Sie vorhandene Schnecken manuell.

  • Natürliche Feinde: Sorgen Sie für ein Igelhaus oder Vogelhäuser im Garten; diese lieben eine Schneckenmahlzeit.

Lesen Sie mehr in unserem ausführlichen Blog über Schnecken bekämpfen für die besten Tipps und Lösungen.

Kiwi-Pflanze Krankheiten

Die Kiwi-Pflanze ist im Allgemeinen robust, kann aber unter weniger idealen Bedingungen anfällig sein. Achten Sie auf folgende Anzeichen:

  • Mehltau: Ein weißer Belag auf den Blättern bei warmem und feuchtem Wetter; sorgen Sie durch Schnitt für eine bessere Luftzirkulation.

  • Wurzelfäule: Braune, schlaff hängende Blätter bei nassem Boden; dies deutet auf schlechte Drainage hin.

  • Blattfleckenkrankheit: Bakterielle Infektionen erkennen Sie an eckigen braunen Flecken; entfernen Sie befallene Blätter sofort und desinfizieren Sie Ihr Werkzeug.

Indem Sie die Kiwi-Pflanze jährlich gut beschneiden und ausreichend mit Wasser und Nährstoffen versorgen, genießen Sie jeden Sommer eine wunderschöne, grüne Oase. Eine Kiwi-Pflanze erfordert etwas Aufmerksamkeit, aber die Belohnung in Form von köstlichen frischen Früchten ist wirklich unübertroffen.


Blogbeiträge

Anmeldung

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?

Sie haben noch kein Konto?
Konto erstellen