Kaktusstecklinge
Kakteen sind beliebte Zimmerpflanzen, da sie ein einzigartiges Aussehen haben, pflegeleicht sind und sich gut vermehren lassen. Eine tolle Möglichkeit, die Sammlung zu erweitern oder einen geliebten Kaktus zu retten, ist die Vermehrung durch Stecklinge. In diesem Blogbeitrag beantworten wir die häufigsten Fragen zur Kakteenvermehrung. Von der richtigen Vorgehensweise bis hin zu spezifischen Arten und deren Pflege – hier finden Sie alles Wissenswerte.

Wann sollte man Kakteen schneiden?
Der beste Zeitpunkt, um Stecklinge von Kakteen zu schneiden, ist während der Wachstumsperiode, üblicherweise im Frühling oder Frühsommer. Kakteen wachsen dann aktiv, was die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Wurzelbildung erhöht. Vermeiden Sie es, im Winter Stecklinge zu schneiden, da die Pflanze dann ruht.

Wie vermehrt man einen Kaktus?
Das Schneiden von Stecklingen von Kakteen ist eine unterhaltsame Methode, um Pflanzen zu vermehren. Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:
Anforderungen an Kaktusstecklinge:
- Ein gesunder Kaktus
- Scharfes und sauberes Messer oder Gartenschere
- Handschuhe (um Dornen zu vermeiden)
- Topf mit gut durchlässiger Kakteenerde
- Ein trockener Ort zum Trocknen der Stecklinge.
- Bewurzelungshormonpulver (optional)
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Schneiden von Kakteen:
1. Wählen Sie einen gesunden Kaktussteckling:
- Suchen Sie nach einer Aufnahme oder einem Segment, das gesund und straff wirkt.
- Bei Kakteen, die aus Segmenten bestehen (wie zum Beispiel dem Scheibenkaktus), kann man ein ganzes Segment verwenden.
- Bei Säulenkakteen kann man einen Teil des Stammes abschneiden.
2. Schneiden Sie den Zuschnitt:
- Verwenden Sie ein sauberes, scharfes Messer, um die Wunde zu schneiden. Dadurch wird eine Infektion verhindert.
- Je nach Kaktusart kann der Steckling schräg oder gerade abgeschnitten werden.
3. Lassen Sie den Steckling trocknen:
- Stellen Sie den Steckling an einen trockenen, warmen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung.
- Lassen Sie die Wunde heilen und sich Kallus bilden (dies dauert in der Regel 3–10 Tage). Dadurch wird Fäulnis verhindert.
4. Den Topf vorbereiten:
- Füllen Sie einen Topf mit gut durchlässiger Kakteenerde.
- Achten Sie darauf, dass der Topf Löcher im Boden hat, damit das Wasser gut ablaufen kann.
5. Steckling einpflanzen:
- Den Steckling vorsichtig in die Erde drücken (etwa 2-3 cm tief, je nach Größe des Stecklings).
- Falls Sie Bewurzelungshormonpulver besitzen, können Sie es vor dem Einpflanzen auf die Unterseite des Stecklings auftragen.
6. Bewässerung:
- Gießen Sie den Steckling zunächst nicht. Warten Sie, bis sich Wurzeln bilden (normalerweise 1-2 Wochen).
- Danach können Sie leicht gießen, aber vermeiden Sie Staunässe.
7. Hab Geduld:
- Stellen Sie den Topf an einen hellen Ort, aber nicht in direktes, helles Sonnenlicht.
- Innerhalb weniger Wochen bis Monate bilden sich Wurzeln. Sie können vorsichtig daran ziehen, um zu prüfen, ob der Steckling fest im Boden sitzt.
Mit dieser Methode können Sie Ihre eigenen Kakteen erfolgreich vermehren und züchten. Viel Erfolg!

Lange Kaktusstecklinge
Abgebrochene Kaktusstecklinge
Wenn Ihr Kaktus versehentlich abbricht, keine Sorge; das abgebrochene Stück eignet sich oft gut als Steckling. Prüfen Sie zunächst, ob das Stück gesund ist und keine Anzeichen von Fäulnis aufweist. Lassen Sie es dann einige Tage bis zu einer Woche an einem warmen, trockenen Ort trocknen, damit sich an der Schnittstelle Kallus bilden kann. Dies schützt den Steckling vor Infektionen und Fäulnis beim späteren Einpflanzen. Sobald das Stück vollständig getrocknet ist, können Sie es in gut durchlässige Kakteenerde pflanzen. Gießen Sie es zunächst nicht, damit der Steckling Wurzeln bilden kann; nach einigen Wochen beginnt er zu wachsen, und Sie können ihn dann nach und nach gießen.
Kann man einen Kaktus in Wasser vermehren?
Viele Zimmerpflanzen lassen sich zwar erfolgreich in Wasser vermehren, doch für Kakteen ist diese Methode generell nicht geeignet. Kakteen sind an trockene Bedingungen angepasst und neigen dazu, zu faulen, wenn sie längere Zeit im Wasser stehen. Viel effektiver ist es, einen Kaktussteckling nach dem Trocknen direkt in gut durchlässige Erde zu stecken. Diese traditionelle Methode bietet dem Steckling die besten Chancen, Wurzeln zu bilden, ohne dass Schimmel oder Fäulnis entstehen. Sollten Sie dennoch mit Wasser experimentieren wollen, achten Sie darauf, dass nur die untere Spitze des Stecklings das Wasser berührt und beobachten Sie die Bedingungen genau. Seien Sie jedoch darauf vorbereitet, dass diese Methode weniger erfolgreich sein wird.
Welche Kaktusarten lassen sich vermehren?
Nicht alle Kakteen lassen sich auf dieselbe Weise vermehren. Hier sind einige beliebte Sorten:
Euphorbia- Kaktus-Stecklinge
Wolfsmilchgewächse ähneln Kakteen, sind aber botanisch gesehen Sukkulenten. Tragen Sie Handschuhe, da der Pflanzensaft Hautreizungen verursachen kann. Lassen Sie die Schnittstelle vor dem Einpflanzen des Stecklings vollständig trocknen.
Rhipsalis- Stecklinge
Rhipsalis, auch Korallenkaktus genannt, sind epiphytische Kakteen, die sich leicht vermehren lassen. Schneiden Sie ein Stück vom Stamm ab und stecken Sie es direkt in Erde oder Wasser. Diese Art verträgt die Vermehrung durch Wasserstecklinge besser als andere.
Deckelkaktus-Stecklinge
Der Weihnachtskaktus lässt sich, wie der Weihnachtskaktus, leicht vermehren, indem man ein Stück vom Stamm abbricht. Die Schnittstelle sollte antrocknen, bevor man den Steckling in feuchte Erde steckt.
Pflege von Kaktusstecklingen
Die richtige Pflege ist für ein erfolgreiches Anwachsen Ihrer Schnittpflanze unerlässlich. Hier einige Tipps:
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Licht : Stellen Sie den Steckling an einen hellen Ort, aber vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung.
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Wasser : Nicht gießen, bis sich Wurzeln gebildet haben, normalerweise nach 2-4 Wochen.
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Blumenerde : Verwenden Sie spezielle Kakteenerde für optimale Drainage.
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Geduld : Es kann eine Weile dauern, bis der Steckling zu wachsen beginnt, aber bei richtiger Pflege werden Sie mit einer neuen Pflanze belohnt.
Mehr dazu: Kaktuspflege

Kakteen zu vermehren ist nicht nur ein unterhaltsames Hobby, sondern auch eine nachhaltige Methode, Ihre Lieblingszimmerpflanze zu vermehren. Ob Sie ein abgebrochenes Stück retten oder eine neue Pflanze ziehen möchten – mit diesen Tipps gelingt es Ihnen garantiert!

