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Zevenblad Bestrijden

Kontrolle des Giersch

Es ist ein wiederkehrendes Problem in vielen Gärten: Eine Pflanze , die zunächst harmlos im Garten wächst, entwickelt schnell die Tendenz, andere Pflanzen zu überwuchern. Ein bekanntes Beispiel ist der Giersch. Diese mehrjährige Pflanze breitet sich rasant über unterirdische Rhizome aus und erobert rücksichtslos Beeteinfassungen, Rasenflächen und sogar Pflastersteine.

Giersch ist jedoch nicht allein der Übeltäter. Er ist tatsächlich ein hervorragender Bodendecker, der dem Leben in Ihrem Garten zugutekommt. Bodendecker halten den Boden feucht, schützen vor Unkraut und bieten Unterschlupf für Tiere wie Frösche, Kröten und Molche. Giersch an Ort und Stelle zu lassen, kann also durchaus eine bewusste Entscheidung sein – es sei denn, er stört Sie nicht.

Möchten Sie diesen lästigen Schädling nicht in Ihrem Garten haben? Glücklicherweise gibt es mehrere Möglichkeiten, Giersch zu erkennen und zu bekämpfen. Dieser Blogbeitrag erklärt Ihnen, wie.

Was ist Giersch?

Giersch (Aegopodium podagraria) ist eine schnellwüchsige, mehrjährige Pflanze, die in Europa und Westasien heimisch ist. Sie gehört wie Wiesenkerbel, Pastinake und Karotte zur Familie der Doldenblütler. Vor Jahrhunderten kultivierten Mönche und Ordensleute die Pflanze in Kräutergärten wegen ihrer Heilwirkung und der essbaren Blätter. Heute gilt sie meist als unerwünschter Gartengast.

Giersch ist aufgrund seines unterirdischen Rhizomnetzwerks so schwer zu bekämpfen. Diese Wurzeln können sich meterweit tief in die Erde ausbreiten, sodass die Pflanze immer wieder nachwächst – selbst nachdem man sie oberirdisch vollständig entfernt hat.

Giersch gedeiht vorwiegend im Halbschatten und auf feuchten, fruchtbaren Böden. Man findet ihn besonders häufig an Waldrändern, unter Hecken, in schattigen Beeten und sogar zwischen Pflastersteinen oder Gehwegen.

Ist Giersch ein Unkraut?

Giersch wird oft als Unkraut betrachtet, vor allem weil er so schnell wächst und sich leicht über unterirdische Rhizome ausbreitet. Dadurch kann er andere Pflanzen verdrängen und ganze Beete überwuchern. Tatsächlich ist er aber eine heimische Pflanze mit nützlichen Eigenschaften: Er ist essbar, lockt Insekten an und bietet Kleintieren Unterschlupf. Ob man ihn als Unkraut betrachtet, hängt maßgeblich davon ab, wo er wächst und ob man ihn im eigenen Garten in Schach halten kann.

Erd-Holunder erkennen

Giersch ist an mehreren charakteristischen Merkmalen leicht zu erkennen. Sobald Sie wissen, worauf Sie achten müssen, werden Sie diese Pflanze bald zwischen Ihren anderen Gartenpflanzen entdecken.

  • Blatt: Der Name ist Programm: Jedes Blatt besteht in der Regel aus sieben Blättchen. Die Blättchen sind oval bis länglich, hellgrün und haben einen deutlich gesägten Rand. Sie wachsen fächerförmig an einem langen, hohlen Stiel.
  • Blütezeit: Im Sommer, insbesondere im Juni und Juli, erscheinen kleine, weiße Blüten in doldenförmigen Büscheln. Diese Blüten ähneln denen des Wiesenkerbels oder der Wilden Möhre und locken Insekten an.
  • Wuchsform: Giersch bildet schnell eine dichte Chlorophyllschicht. Die Pflanze breitet sich rasch über unterirdische Wurzelausläufer (Rhizome) aus. Man findet sie häufig an schattigen Plätzen, zwischen anderen Pflanzen oder sogar zwischen Pflastersteinen.

Ist Giersch giftig?

Nein, Giersch ist nicht giftig . Tatsächlich sind die Blätter essbar und wurden früher als Gemüse und Gewürz verwendet. In manchen Kulturen wird Giersch noch heute geerntet und in Salaten, Suppen oder Pesto verwendet.

Vorsicht: Giersch kann aus der Ferne anderen Giftpflanzen wie dem Gefleckten Schierling ähneln. Pflücken Sie ihn nicht, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob es sich tatsächlich um Giersch handelt. Tun Sie dies nur, wenn Sie absolut sicher sind. Vorsicht ist besser als Nachsicht!

Kampftipps für Erdälcher

Giersch effektiv bekämpfen? Ausdauer ist der Schlüssel. Die Pflanze ist für ihre zähen Rhizome bekannt, daher reicht einmaliges Jäten selten aus. Hier sind einige Tipps:

Entfernen von Gierschwurzeln

Die direkteste, aber auch arbeitsintensivste Methode zur Bekämpfung des Gierschs ist das manuelle Entfernen der Wurzeln . Wichtig ist, nicht einfach nur zu graben, sondern sehr vorsichtig vorzugehen.

  • Verwenden Sie eine Mistgabel (keinen Spaten), um die Wurzeln nicht zu beschädigen – eventuell zurückbleibende Wurzelteile können wieder austreiben.

  • Entfernen Sie so viel wie möglich vom Wurzelsystem auf einmal.

  • Kontrollieren Sie die Stelle regelmäßig auf neue Triebe und entfernen Sie diese sofort.

Diese Methode erfordert Zeit und Disziplin, ist aber auf lange Sicht effektiv – insbesondere, wenn man sie mit anderen Schädlingsbekämpfungstechniken kombiniert.

Bekämpfung des Giersch mit anderen Pflanzen

Ein natürlicher und nachhaltiger Ansatz besteht darin, den Giersch durch andere Pflanzen zu verdrängen. Dichte und kräftige Bodendecker sind hierfür besonders effektiv. Sie entziehen dem Giersch Licht und Platz zum Wachsen.

Gute Beispiele für geeignete Pflanzen sind:

  • Knotengeranie (Geranium nodosum)Geranien gedeihen gut im Schatten und bilden schnell ein dichtes Blätterdach.

  • Geranium macrorrhizum ( Storchschnabel ) – duftendes Laub, hält Unkraut fern, ideal als Bodendecker.

  • Knöterich ( Persicaria ) – Der Knöterich ist robust und wüchsig und bildet schnell einen geschlossenen Teppich.

Diese Pflanzen sind nicht nur nützlich, sondern bereichern Ihren Garten auch mit Farbe und Struktur. Durch gezieltes Anpflanzen in Bereichen, in denen Giersch häufig vorkommt, können Sie dieses invasive Unkraut auf natürliche Weise eindämmen.

Bekämpfung von Giersch mit Kalk

Giersch gedeiht am besten in sauren, stickstoffreichen Böden. Durch die Zugabe von Kalk kann der Säuregehalt des Bodens erhöht und die Wachstumsbedingungen für diese Pflanze verschlechtert werden.

  • Streuen Sie Garten- oder Kalkgranulat im Frühjahr oder Herbst aus.

  • Prüfen Sie gegebenenfalls zuerst den pH-Wert Ihres Bodens mit einem einfachen Testkit.

  • Wiederholen Sie die Kalkbehandlung jährlich, um eine dauerhafte Wirkung zu erzielen.

Hinweis: Nicht alle Pflanzen gedeihen in kalkhaltigem Boden. Prüfen Sie daher immer, ob die anderen Pflanzen in Ihrem Garten diesen Boden gut vertragen.

Bekämpfung von Giersch mit Essig

Ein beliebtes Hausmittel zur vorübergehenden Unterdrückung von Giersch ist die Verwendung von Essig. Die saure Flüssigkeit verätzt die Blätter der Pflanze und unterbindet so die Photosynthese.

  • Vermischen Sie natürlichen Essig mit etwas Spülmittel (für bessere Haftung) und sprühen Sie diese Mischung auf die Klinge.

  • Für den besten Effekt sollte dies an einem trockenen, sonnigen Tag erfolgen.

  • Wiederholen Sie die Behandlung gegebenenfalls.

Wichtig: Diese Methode tötet nur den oberirdischen Teil der Pflanze ab – die Wurzeln bleiben am Leben. Wenden Sie sie daher nur ergänzend zur Wurzelentfernung an.

Bekämpfung des Giersch mit Kartoffeln

Ein überraschender, aber wirksamer Tipp ist, Kartoffeln als natürliches Mittel gegen Giersch einzusetzen. Wie funktioniert das?

  • Pflanzen Sie Kartoffeln dort, wo Giersch wächst.

  • Während ihres Wachstums entwickeln Kartoffeln viel Laub, das den darunter liegenden Pflanzen das Sonnenlicht entzieht.

  • Bei der Ernte wird der Boden umgegraben, wodurch automatisch auch die Rhizome des Gierschs entfernt werden.

Diese Methode eignet sich gut als vorübergehende Strategie, um einen Problembereich zu bereinigen. Anschließend kann der Bereich mit den gewünschten Arten neu bepflanzt werden.

Die Bekämpfung von Giersch erfordert Ausdauer, ist aber mit der richtigen Vorgehensweise durchaus möglich. Ob Sie nun Unkraut jäten, die natürliche Konkurrenz durch Bodendecker nutzen oder mit Hausmitteln experimentieren – Konstanz ist entscheidend. Vielleicht entscheiden Sie sich nach dem Lesen dieses Artikels ja dafür, Giersch einfach in Ruhe zu lassen. Als natürlichen Bodendecker und Schutzraum für Pflanzen in Ihrem Garten.

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